Sonntag, 29. Mai 2016

mixed up times



 
 



 
irgendwann werde ich an diese tage voller sehnsucht zurückdenken. mittags schwül, zum abend hin kalter regen oder ein leichtes gewitter. wir genießen die sonne, gehen spazieren, lesen am ufer, wir nehmen die  fähre zur anderen seite. morgens mache ich meine runde mit dem fahrrad (am sonntag fuhren wir zusammen), abends machen wir sport, unsere kraftübuungen. wir lesen, der fernseher bleibt aus. wir hören frösche im gartenteich.  wir kochen und essen und trinken wein. und wir könnten ewig so weitermachen. feuchtes hohes gras. vorbeifahrende schiffe und wellen. vögel im dichten grün singen so laut und eindringlich. berge. verschlungene wege durch die weinberge, ein schmaler rauschender bergfluss. touristenrouten, heimaturlauberparadies. riesige bunte raupe auf dem waldweg mit ihren vielen kurzen dicken beinchen. und dann ein kurort mit heilbädern, eine gemütliche promenade, eine entenfamilie am wasser. auf der anderen seite des flusses findet ein jazz-konzert statt, auch hier ist die musik deutlich zu hören.
ich habe nun ein türkisfarbenes armband, es ist kühl und schwer und sieht gut aus am sonnengebräunten handgelenk. allerdings soll sich das wetter morgen wieder verschlechtern. ich mache mir das essen warm in der pfanne. packe die sachen aus, räume auf. die luftfeuchtigkeit steigt, ich bekomme die wohnung nicht gelüftet. das gras hinter dem fenster wird immer höher und kommt immer näher heran. ich schreibe auf einen zettel, was ich morgen alles erledigen muss. ich habe immer noch das gefühl weit weit weg zu sein. ich spüre immer noch das breite bequeme lenkrad des fahhrads und die angenehme anstrengung der beine. ich denke an die sonnengelbe holzdielen, glänzende regentropfen auf dem dachfenster, welkende päonien.


Dienstag, 17. Mai 2016

sommer, sonne, ich gehe durch die stadt, durch eine ziemlich große baustelle, überall staub und erde, fußgängerpfade, ich schließe mich einer menschenmenge an um zwischen den baumaschinen durchzukommen. ich gehe barfuß, ich spüre den warmen boden. ich gehe zu dem brunnen um die füße zu waschen, dort spielen viele kinder im wasser. ich suche mir eine freie stelle... plötzlich sehe ich, dass sich  in meiner uhr hinter dem uhrglas wasser befindet (ziemlich trüb) und die uhr geht nicht mehr. ich nehme die uhr auseinander um das wasser auszuschütten. ich überlege, ob die uhr wieder funktionieren wird, wenn sie trocken ist, oder  ich mir eine neue kaufen muss (in wirklichkeit freue ich mich sogar darauf schon,  im geschäft eine auszusuchen).
und davor oder danach: ein dachboden mit gerümpel und vielen sachen, die ich versuche zu sortieren...



und ein paar tage (nächte) davor:
wundervolle oceanküste, felsig-steinig, kein richtiger strand, überall schnee und große eisblöcke, trotzdem ziemlich viele badende  menschen. ich denke: sie sind bestimmt abgehärtet. ich gehe nicht ins wasser, spaziere nur entlang. die aussicht ist wie immer atemberaubend. 
 

 









Freitag, 8. Mai 2015

xmas'13








(auf dieses pferd habe ich 2 jahre lang gewartet und es hat sich gelohnt.)



ich mache fotos


mit einer kleinen plastikkamera, fast ein spielzeug, aber sie funktioniert und produziert bilder. 










































Samstag, 25. Oktober 2014


Ich glaube, es passierte nachts, als ich schlief…
Denn abends war alles noch ganz gewöhnlich, alles wie ich es kenne… und morgens war es plötzlich ganz anders.  Alles hat sich geändert, es ist eine andere fremde Welt. Ich erkenne nichts wieder.
Gut, man versucht sich ja auch sonst immer irgendwie zu arrangieren, also auch diesmal. Und mit der Zeit werde ich bestimmt viele Vorzüge dieses neuen Lebens entdecken. Nur im Moment bin ich etwas verwirrt und verloren. Es gibt so viele Details und kleine hübsche Dinge, die man am liebsten ganz genau betrachten müsste, aber man hat nicht oder kaum die Zeit dazu..
Es ist schwer, das zu erklären, da ich selbst noch so wenig verstehe…
Am merkwürdigsten sind die Frauen, und so, wie sie hier existieren, scheint es ihre Welt zu sein. Manchmal denke ich, diese Frauen sind nur ihre eigenen Fantasien, aber sie leben tatsächlich.

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