„Produktivität bringt uns Wohlstand“
Wer ist mit „uns“ gemeint?
Offensichtlich nicht alle Menschen der Erde.
Produktivität kann äußerst
unproduktiv sein, sinnlos und schädlich.
Früher konnte man vlt noch jm mit
diesem Versprechen ködern. Heute ist es klar, dass Produktivität
sich nicht lohnt, nicht mal die sinnvolle und gut gemeinte.
Es ist ein altes Buch. Jemand hat
entrümpelt und es rausgeschmissen, man kann sich denken warum. Die
aktuelle Realität kann nur darüber lachen. Man hat uns betrogen.
Die Idee war vlt mal gut als sie lediglich die begrenzte
Produktivität eines einzelnen Menschen oder einer kleinen
Menschengruppe meinte (z.B. einer Bauernfamilie). Sobald es zur
Produktivitätssteigerung nötig wird Arbeiter anzustellen, verteilt
sich der Wohlstand sehr ungleichmäßig. Je mehr arbeiter, desto
ärmer sind sie, desto reicher deren Bosse. Globalisierung macht die
ganze Welt zu einem Riesenbetrieb. Wer sind die Bosse? Auf welcher
Position stehen wir?
https://www.youtube.com/watch?v=uDMCnpuZjEQ
Magibon. Me doing nothing
Ein Riesenhit seinerzeit, ein Hype.
Ein authentisches Nichtstun. Ein Novum
im Internet. Und überhaupt.
Wahrscheinlich wurde es uns zum ersten
Mal bewusst.
Nichtstun ist schön und macht Spaß.
Nichtstun ist Freiheit.
Aus Nichtstun entsteht Schöpfung. Denn
dafür braucht man einen erholten Geist und Ideen, die sich in der
Ruhe des Nichtstun ansammeln. Im Nichtstun hat man die Muße das
Chaos zu betrachten und darüber nachzudenken.
Nichtstun ist absolut notwendig, damit
etwas entsteht.
Wer es uns nicht gönnt, will uns als
Sklaven sehen. Beim Nichtstun könnten wir auf wer weiß welche
Gedanken kommen...
Die Schöpfung
Die Geschichte der Schöpfung wird
zerschnitten und neu aufgelegt.
Aus dem Chaos der Schnipsel entsteht
ein neuer Text.
Die Worte fangen an einen Sinn zu
ergeben.
Man findet immer einen Sinn, denn ohne
könnte man gar nicht leben, selbst wenn man sich einfach nur sagt:
das muss so sein.
Dem Chaos einen Sinn geben ist
Schöpfung.
Wenn diese Schöpfungsgeschichte sich
nicht wie eine liest, beweist es, dass hier etwas neues entstanden
ist.
Auch in früheren Zeiten entstand die
Schöpfung nicht aus Nichts, sondern aus dem Chaos. Man nutzte das,
was einen umgab – Steine, Holz... Mich umgibt heute Papier, alte
Bücher, Haufen von alten Büchern – das ist mein Rohstoff.
In der Schöpfung nähert man sich dem
Göttlichen.
Wenn man es richtig macht, umso näher
kommt man daran.
Aber: Gott spielen ist eine arrogante
Missachtung der Schöpfung, respektlose Ignoranz.
Ist es das, was Adam und Eva getan
haben? Das Böse muss da sein, damit es das Gute gibt. Es muss
einfach nur existieren, im Raum stehen, das genügt. Danach zu
greifen ist jedoch eine Entscheidung mit Konsequenzen. Gott spielen
heißt die gegebene Harmonie zu zerstören. So wie der genetische
Code der verbotene Baum ist, so greift der dumme Mensch ohne Sinn und
Verstand nach seinen verbotenen Früchten und verliert seine
paradiesische Sorglosigkeit. Was ihm vorher von der Schöpfung
einfach so gegeben wurde – sein Genom, sein Körper – ist nicht
mehr selbstverständlich. Unter den ständigen Angriffen auf unsere
physische und psychische Gesundheit verlieren wir nun sogar die
Möglichkeit uns zu erholen und zu regenerieren. Man kann nur hoffen,
dass die Schöpfung wieder ihren Weg findet.
Hilf ihr, stoppe dein Hamsterrad. Lerne
das Nichtstun, ordne das Chaos
.