Mittwoch, 17. Mai 2017

crossing the land

köln
sonne
hitze
versuch und irrtum
ich geh kurz nach vier ausm kino raus
es ist kaum jm da
und gehe den gewohnten weg zur bahnstation
und sogar im player spielt dieselbe musik wie damals
die bahnen verspäten sich wie eh und je
alle warten
und da sehe ich diese frau, sie sitzt auf der bank, telefoniert.. sie fällt mir auf weil sie besonders gut aussieht, nein, keine blendende schönheit, aber irgendetwas hat sie, ihr äußeres ist sehr stimmig und harmonisch, sodass ich sie gern anschaue. sie ist gut gebaut, das macht es noch angenehmer, sie trägt ein helles schmales sommerkleid und flache weiße schuhe, ihre kurzen dunklen haare runden perfekt ihren hinterkopf und ihren look ab. als der zug kommt, vermischt sich alles und ich verliere sie aus den augen. doch dann stelle ich überrascht fest, dass sie an derselben station aussteigt wie ich. ich gehe einige meter hinter ihr und schaue sie weiter an. ich denke: wenn ich ein kerl wäre, hätte ich sie angesprochen, einfach so, aus neugier. ich stehe an nicht auf frauen, aber ich habe sinn für schönheit und deshalb betrachte ich gern etwas schönes - so lange wie es geht.. ich treffe selten menschen, die so nett anzuschauen sind, die meisten sind doch kein schöner anblick.
und heute traf ich in der bahn einen großen weißen blindenhund, und dieser hat für eine kurze weile seinen kopf auf meinen fuß gelegt - das tat mir unheimlich gut, seinen schweren warmen kopf auf meinem fuß zu spüren.
ich mag hitze. alle sind so schlapp, und ich glaube deshalb entspannter als sonst, weniger aggressiv, haben es weniger eilig und dringend.. ich glaube, man wird weniger rumgeschubst an solchen tagen, leute sind gut gelaunt, weil sie endlich mal etwas sonne abbekommen und einen anlaß mehr haben mit freunden irgendwo rumzuhängen - auf den wiesen, in den cafes... es gibt keine freien bänke - aber was solls, ich geh eh lieber spazieren als rumzusitzen.
tja, es wird sich kaum jm darüber beschweren, dass jetzt wieder sommer ist. alle sind froh drum.








Montag, 15. Mai 2017

beru



.. ich habe entdeckt, dass es noch ein paar andere gibt, die sich kaum mit jm unterhalten und in den pausen bücher lesen. aber wir reden auch nicht miteinander.
 


 



 

Montag, 8. Mai 2017

junk books





 







Montag, 1. Mai 2017

wenn man älter wird, leidet man nicht weniger. aber man weiß sich es sich  erträglicher zu machen. 
 
 
 
 
 
 
 

 



 

 

Sonntag, 15. Januar 2017

les mots anglais



http://kriskoszeichenblock.tumblr.com/










Dienstag, 27. Dezember 2016

heute nacht habe ich gegen die geiser gekämpft. sie wollten mein zuhause zerstören, ich habe versucht meine habseligkeiten zu retten, besonders die bücher, denn für die ist heißes wasser mord. ein paar andere haben mir dabei geholfen. wir haben die geiser aufgespürt indem wir an verschiedenen stellen eimer mit wasser aufgestellt haben - dort, wo das wasser anfing zu kochen, dadrunter waren die.. ich trug dabei einen dicken schutzanzug mit riesiger maske, mit einem visier, durch den man kaum etwas sehen konnte und unbequeme handschuhe wie ein schweißer.. ich arbeitete im epizentrum und warnte alle anderen, wenn sich ein geiser ankündigte. wir versuchten den boden zu festigen, damit der geiser nicht durchbrechen kann. einmal fing das wasser in einem eimer ganz plötzlich und schnell an heiß zu werden und zu brodeln, da schrie ich aus aller kraft: alle raus hier!! und alle rannten los, doch das wasser beruhigte sich wieder. es wurde keine einzige fontäne ausgestoßen, alles blieb trocken.


Sonntag, 11. Dezember 2016

das meer kommt in die stadt, die wellen umspülen die bürgersteige. es regnet und es ist warm.

er biegt um die ecke, von einer hell beleuchteten strasse in eine vollkommen dukle, seine augen sehen nichts, er streckt die hand, in der er eine mappe mit nassen papierblättern hält, in die dukelheit. er wird fotografiert.

ich sagte, dass ich verreise und habe den koffer mitgenommen, doch ich habe ein gutes versteck gefunden, irgend ein verwilderter hinterhof, wo zwei pferde weiden, und ich dachte: hier bin ich ungestört, hier habe ich meine ruhe. und die pferde nehmen mich auf als wären wir verwandt. wir schlafen sogar zusammen ein. doch schon am nächsten tag höre ich lärm, eine riesige menschenmenge nähert sich uns, touristen scheinbar.. ich packe schnell meine sachen wieder bevor sie alles zertrampeln.

eine schar von teenagern kommt in einen supermarkt hineingestürmt, sie  rennen zwischen den regalen, greifen wahllos nach waren, die dann auf den boden fliegen, alles geht kaputt, der laden wird verwüstet, die kinder sind amüsiert, der manager ist entsetzt.

ich gehe durch die stadt, sie hat sich zu einem prächtigen urlaubsort entwickelt, ich bewundere die vielen schönen modernen ferienhäuser. ich sehe eine gruppe älterer männer (ich glaube, sie spielen domino), einen von ihnen kannte ich früher mal als kind, er erkennt mich auch wieder, wir freuen uns beide über diese unerwartete begegnung. er erzählt mir von seiner frau, dass es ihr nicht gut geht, dass sie immer kränker wird und dass es mit ihr immer anstrengender wird (und in wirklichkeit ist es genau umgekehrt, ich habe mit seiner frau vor einer weile gesprochen, und sie sagte, dass ihr mann immer kränker und vergesslicher wird und sie es kaum noch mit ihm aushält).



ich träume (immer wieder, also nicht zum ersten mal bereits) dass es mir schwer fällt aufzuwachen. und zwar wache ich auf im traum, weil in meiner nähe etwas merkwürdiges passier (diesmal war es irgend ein kleines tier, das neben meinem bett vorbeihuschte), aber ich kann kaum die augen öffnen und kann mich überhaupt nicht bewegen, der körper fühlt sich schwer an, der kopf will wach werden, aber der körper gehorcht nicht, als wäre die verbindung zwischen den beiden weg. ich erkenne nur schemenhaft, dass da etwas vorgeht, wie durch eine trübe glasscheibe, unangenehme unruhe breitet sich aus bis hin zur angst, ich fühle mich machtlos und ausgeliefert, der schlaf hält mich fest.
dann klingelt der wecker, ich zucke zusammen, öffne sofort die augen und stelle mit erleichterung fest, dass ich mich vollkommen ungehindert bewegen kann.